Viele Unternehmen suchen nach Möglichkeiten, die Mobilität ihrer Mitarbeitenden zu verbessern und gleichzeitig Kosten zu senken. Der Einsatz von Corporate Carsharing kann für Fuhrparkverwalter eine geeignete Lösung sein, um diese Ziele in Einklang zu bringen.
So nutzen laut dem Arval Fuhrparkbarometer 2024 bereits 23 Prozent der befragten Unternehmen Corporate Carsharing Lösungen oder planen zumindest, sie innerhalb der nächsten drei Jahre einzuführen.
In diesem Beitrag zeigen wir, wie Corporate Carsharing das Flottenmanagement effizienter gestalten kann und welche Vorteile sich insbesondere bei Kosten, Flexibilität und Fahrzeugauslastung ergeben können.
Was ist Corporate Carsharing?
Corporate Carsharing ist das firmeninterne Teilen von Dienstwagen in der Flotte. Die vorhandenen Fahrzeuge sind nicht länger personengebunden, sondern stehen mehreren Mitarbeitenden zur Verfügung und können flexibel je nach Bedarf genutzt werden. In vielen Firmen hat sich Fahrzeugpooling bereits als Alternative zu Mietwagen oder der Anschaffung eines eigenen Autos etabliert.
Welche Arten von Corporate Carsharing gibt es?
Für welches Modell sich eine Firma entscheidet, hängt von vielen Faktoren ab. Dazu zählt z.B. die Organisation des Unternehmens oder die Anzahl der Standorte. Corporate Carsharing kann auf zwei verschiedene Arten organisiert werden:
- Als stationsgebundenes Carsharing, bei dem die Fahrzeuge nur an einem bestimmten Punkt zur Nutzung bereitstehen und nach der Fahrt auch an diesem wieder zurückgegeben werden müssen.
- Als Free-Floating-Modell, das das Ausleihen und die Nutzung der Fahrzeuge in einem bestimmten Gebiet oder an verschiedenen Firmenstandorten erlaubt.
Carsharing im Fuhrpark
Corporate Carsharing kann Unternehmen dabei helfen, Fuhrparkkosten zu reduzieren und vorhandene Fahrzeuge effizienter auszulasten. Gerade in Betrieben, in denen Mitarbeiter nur selten oder unregelmäßig auf Dienstfahrzeuge angewiesen sind, können Poolfahrzeuge eingesetzt werden, um die Auslastung der Flotte zu erhöhen und die Effizienz zu steigern.
Auch Fahrzeuge, die überwiegend für Kurzstrecken eingesetzt werden, eignen sich für das Carsharing. Werden in Unternehmen jedoch hautsächlich Spezialfahrzeuge eingesetzt, die spezielle Fahrerqualifikationen erfordern, ist Firmenfahrzeug-Sharing nur eingeschränkt umsetzbar.
Im Fuhrpark kann Corporate Carsharing auch eine Interimsmobilitätlösung darstellen. Interimsmobilitätlösungen werden im Fuhrparkmanagement eingesetzt, um Fahrzeugengpässe zu überbrücken, die während Wartungsarbeiten oder bei der Umstellung auf eine neue Fahrzeugflotte entstehen. Laut DAT Barometer 2024 greifen bereits 86 Prozent der befragten Fuhrparkverantwortlichen bei kurzfristigen Engpässen auf Carsharing-Lösungen zurück, um die Mobilität der Mitarbeiter sicherzustellen.

Vorteile des Corporate Carsharing im Überblick
Firmenfahrzeug-Sharing bietet Unternehmen eine flexible Möglichkeit, Fahrzeuge effizienter zu nutzen und Kostenpotenziale zu erschließen. Die folgenden vier Vorteile zeigen, wie Unternehmen von einem Fahrzeugpooling-Konzept profitieren und ihren Fuhrpark bedarfsgerecht organisieren können.

1. Kosteneinsparungen durch weniger Fahrzeuge im Bestand
Das Beschaffen neuer Fahrzeuge kann Probleme mit sich führen. Lange Lieferzeiten, fehlende Auswahl und steigende Preise erschweren die Arbeit von Fuhrparkleitern enorm. Dabei ist ein weiteres Aufstocken neuer Fahrzeuge in vielen Fällen gar nicht nötig. Die meisten Flottenfahrzeuge werden nicht dauerhaft genutzt und stehen einen Großteil der Zeit auf dem Firmengelände. Dies verringert die Fahrzeugnutzung und führt zu einer geringeren Kilometerleistung. Firmenfahrzeug-Sharing hilft, den Fahrzeugbestand besser auszulasten, indem verschiedene Mitarbeiter ein Fahrzeug je nach Bedarf nutzen können. In vielen Fällen kann so die tatsächliche Anzahl der Fahrzeuge, die im Fuhrpark zur Verfügung stehen, reduziert werden.
Mit weniger Fahrzeugen im Bestand haben Unternehmen deutlich geringere Ausgaben in den Bereichen Anschaffung, Wartung, Instandhaltung und Versicherung der Fahrzeuge. So ist eine Sharing-Lösung im Vergleich zu dem klassischen Firmenwagen-Konzept oft günstiger in der Verwaltung.
2. Effizientere Nutzung von Fahrzeugen und Ressourcen
Corporate Carsharing kann dazu beitragen, vorhandene Fahrzeuge besser auszulasten und den Fahrzeugbedarf zu reduzieren. Durch die gemeinsame Nutzung stehen Poolfahrzeuge mehreren Mitarbeitern zur Verfügung, wodurch sich Standzeiten verringern können. Je nach Mobilitätsbedarf kann dadurch eine kleinere Flotte ausreichen.
Ein geringerer Fahrzeugbestand kann zudem Kosten und Ressourcenbedarf reduzieren und so wirtschaftliche sowie Klima- und Umweltziele im Fuhrpark unterstützen.
3. Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit
Mitarbeitende, die einen Dienstwagen nutzen, genießen oft ein höheres Maß an flexibler Mobilität, was sich positiv auf die Mitarbeiterzufriedenheit auswirken kann. Bislang war der eigene Firmenwagen für viele Mitarbeitende ein wichtiges Incentive. Schließlich gilt ein neues Fahrzeug in vielen Kreisen als Statussymbol.
Mittlerweile setzen aber vor allem jüngere Unternehmen verstärkt auf eine Unternehmensmobilität, die möglichst viele Mitarbeitende einbezieht. Diese neue Flexibilität zeigt sich im vermehrten Einsatz von Elektrofahrzeugen, Elektrofahrrädern, Elektrorollern oder auch durch die Nutzung von Corporate Carsharing. In diesem Rahmen können auch Mitarbeitende, die keinen Firmenwagen zur Verfügung gestellt bekommen, von der flexiblen Mobilitätslösung profitieren. Dies steigert die Zufriedenheit von immer mehr Mitarbeitern.
4. Aufwertung des Firmenimages
Firmenfahrzeug-Sharing kann ein wirksames Mittel sein, um das eigene Image zu verbessern. Denn damit zeigen Firmen Interesse an den Bedürfnissen Ihrer Mitarbeitenden und integrieren neue, innovative Wege, um die Unternehmensmobilität effizienter zu gestalten. Durch die effizientere Nutzung vorhandener Fahrzeuge und Ressourcen können Unternehmen zeigen, dass sie ihre betriebliche Mobilität bedarfsgerecht und zukunftsorientiert gestalten.
Poolfahrzeuge organisieren: Outlook Kalender vs. Carsharing-Software
Ein Outlook Kalender kann eine einfache und kostengünstige Möglichkeit sein, um die Buchungen von Firmenwagen zu verwalten. Fuhrparkmanager stoßen bei der Nutzung von Outlook aber schnell an ihre Grenzen. So lassen sich keine detaillierten Auswertungen erstellen, der Überblick im Fuhrpark ist begrenzt und auch datenschutzrechtlich gestaltet sich dieses Vorgehen problematisch.
Um die Vorteile des Corporate Carsharing optimal zu nutzen, ist ein effizienter und neuer Ansatz entscheidend. Eine Carsharing Software erleichtert die Verwaltung und Buchung der Poolfahrzeuge und sorgt für mehr Transparenz. Eine Vielzahl von Funktionen, wie z.B. die Automatisierung der Reservierungs- und Buchungsprozesse oder Auswertungen, um die Nutzung der Fahrzeuge zu optimieren, können für Fuhrparkverantwortliche sehr wertvoll sein. Der Vergleich eines Outlook Kalenders mit einer professionellen Carsharing-Software zeigt, dass Letztere eine Vielzahl von Vorteilen für ein effektives Fuhrparkmanagement mit sich bringt.
Im Gegensatz zu einem einfachen Outlook Kalender bietet eine professionelle Carsharing-Software eine effizientere und umfassendere Möglichkeit, um Corporate Carsharing im eigenen Fuhrpark zu verwalten und zu organisieren.
Die Software ermöglicht es Firmen, ihre Ressourcen besser zu nutzen und Kosten zu sparen, während sie gleichzeitig für mehr Transparenz im Fuhrpark sorgt.
FAQ – Corporate Carsharing
Die Corporate Carsharing Software ermöglicht die übersichtliche Verwaltung und Buchung von Fahrzeugen innerhalb einer Firma, damit verschiedene Mitarbeiter diese nach Bedarf nutzen können. Die Verwaltung der Fahrzeuge ist somit strukturiert und unkompliziert – sowohl für Fuhrparkverantwortliche als auch für Angestellte.
Die private Nutzung von Poolfahrzeugen ist dann erlaubt, wenn sie in einer Nutzungsvereinbarung geregelt ist. Häufig gelten dabei bestimmte Bedingungen oder Einschränkungen, wie festgelegte Zeiten oder zusätzliche Auflagen. Zudem muss die private Nutzung in der Regel im Fahrtenbuch korrekt erfasst werden, um die Trennung zwischen dienstlichen und privaten Fahrten nachvollziehbar zu machen.
Es reduziert die Notwendigkeit für Firmen, eine Vielzahl an Fahrzeugen anzuschaffen, da die Fahrzeuge bedarfsgerecht genutzt werden. Dies senkt die Kosten für Anschaffung, Wartung, Instandhaltung und Versicherung.
Firmenfahrzeug-Sharing ist eine Lösung, bei der Mitarbeiter eines Unternehmens Fahrzeuge flexibel und gemeinsam für berufliche Zwecke nutzen. Ein Auto-Abo hingegen bietet Einzelpersonen oder Unternehmen ein exklusives Fahrzeug gegen eine monatliche Pauschale, inklusive aller Nebenkosten.
Firmen können entweder eigene Fahrzeuge nutzen oder solche von Anbietern mieten. Der Corporate Carsharing Anbieter stellt die Fahrzeuge zur Verfügung, sodass keine Investition in die eigene Flotte nötig ist. Diese Lösung ist besonders für kleinere Betriebe vorteilhaft.
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